Quittengelee Rezept

Wer einen Quittenbaum im Garten stehen hat und die harten Früchte anschaut frägt sich sicher öfters mal was man den eigentlich mit diesem recht störischem Obst anfangen kann? Mit etwas Arbeit lässt sich daraus zumindestens ein leckeres Quittengelee zaubern.

Dieses Rezept für Quittengelee kann man auf zwei verschiedene Arten zubereiten.
Quitten haben von Natur aus einen sehr hohen Pektingehalt, welche vorwiegend in der Quittenschale vorkommt.
Aus diesem Grunde kann man das Quittengelee sowohl mit Gelierzucker, als auch nur mit weißem Haushaltszucker zubereiten.
Bei beiden Methoden wird das Quittengelee fest.

Zutaten: für 4-5 Gläser Quittengelee

Reichlich 2000 g Quitten
4 Äpfel
1, 25 Liter Wasser
4 EL Zitronensaft
1 Zimtstange
1 Sternanis
Ca. 800g Gelierzucker 1 plus 1
Oder für Zubereitungsart 2:
etwa 600g Haushaltszucker

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Zubereitung:

Für die Zubereitung des Quittengelee zuerst bei jeder einzelnen Quitte, mit Hilfe eines Tuches, den ringsum an den Früchten anhaftenden hellen Flaum entfernen.

Danach die Quitten in kaltem Wasser waschen, abtropfen lassen.
4 frische Äpfel ebenfalls waschen.

Anschließend die Quitten und Äpfel mit einem Messer samt der Schale halbieren, die inneren Kerne und die umliegenden harten Teile sorgfältig entfernen, danach in Spalten oder Würfel schneiden.

In einen großen Kochtopf mit Deckel 1, 25 Liter Wasser, 2 EL Zitronensaft, 1 Zimtrinde und eine Sternanis einfüllen. Die Quitten- und Apfelstücke hinzu geben und einmal aufkochen lassen.

Anschließend die Quitten noch etwa 60 Minuten weich, aber nicht zu Quittenmus kochen lassen.
Während dieser Zeit das Quittengelee möglichst nicht umrühren,höchstens dazwischen wenig Wasser nachgießen. Die Zimtrinde und Sternanis herausfischen.

Ein Sieb mit einem kochfesten Küchentuch oder einer Mullwindel auslegen.Zuvor sollte das Tuch ein paar Minuten in kochendem Wasser, ohne weiteren Zusatz, ein paar Minuten ausgekocht werden, damit eventuelle Waschpulver- oder sogar Weichspülerreste, restlos entfernt werden.

Das weichgekochte Quittengelee durch das Tuch im Sieb in eine darunter stehende große Schüssel oder Kochtopf durchseihen.

Etwa 1 Stunde stehen lassen, damit der Quittensaft Zeit genug zum Abtropfen bekommt, dabei das Sieb immer wieder hochheben und etwas schütteln, dann tropft der Saft besser.

Bevorzugt man ein klares durchsichtiges Quittengelee, sollte man die Früchte nur abtropfen lassen. Man kann eventuell ganz vorsichtig durch etwas Druck auf das Tuch etwas mehr Saft gewinnen.

Kommt es nicht so sehr auf die Optik, sondern auf einen höheren Ertrag des Quittensaftes an, kann man die gekochten Früchte im Tuch fest ausdrücken, dadurch kann der Quittensaft etwas trüber werden, was aber am Geschmack des Quittengelee nichts ändert.

Nun kann man die Rückstände entweder entsorgen, was ich schade finde.
Man kann, wenn man die Früchte vor dem Kochen sorgfältig geputzt und entkernt hat, daraus verschiedene leckere Resteverwertungen zubereiten.

Ganz einfach das übrig gebliebene Fruchtfleisch mit Zucker, Zimt und Zitronensaft würzen, eventuell etwas Apfelsaft oder Orangensaft darunter rühren und zu einem Quittenmus pürieren.

Zum Nachtisch, zusammen mit etwas Sahne, zum Füllen von Pfannkuchen, oder für einen Obstauflauf weiter verwenden.

Für die Fertigstellung des Quittengelees:
den abgetropften Saft in einen Messbecher umfüllen und abmessen.
Bei mir ergaben das reichlich 700 ml Fruchtsaft, welchen man bis auf 800 ml mit Wasser oder Apfelsaft auffüllen kann.

Bei der Kochmethode mit Gelierzucker:
Auf 800 ml kalten Quittensaft, 800 g Gelierzucker 1+ 1, sowie 1 weiteren EL Zitronensaft hinzu geben.
Den Topfinhalt einmal aufkochen, anschließend weitere 3 – 4 Minuten (Kurzzeitwecker einstellen) sprudelnd weiter kochen, dabei immer wieder umrühren.

Den sich oben absetzenden Schaum mit einem Löffel abheben, anschließend das heiße Quittengelee, in zuvor mit heißem Wasser ausgespülte Marmeladengläser mit Schraubdeckel einfüllen. Die Gläser für 5 – 10 Minuten auf den Kopf stellen, danach wieder umgedreht ganz auskühlen lassen.

Für die Kochmethode mit Zucker:
Auf jeweils 200 g gewonnen Saft, welchen man auch noch mit etwas Wasser oder Apfelsaft verlängern kann, 1/2 EL Zitronensaft, oder eine Messerspitze Zitronensäurepulver aus dem Päckchen (erhältlich bei den Backzutaten im Supermarkt) und 150 g Zucker einrühren.
Die weiteren Saftmengen und das Gewicht des Zuckers nach diesem Muster hochrechnen.

Zum Beispiel: bei 800 ml Quittensaft kommen 600 g Zucker und 2 EL Zitronensaft dazu.
Den Zucker unter Rühren im lauwarmen Quittensaft gut auflösen. Anschließend den ganzen Topfinhalt mit dem Quittengelee einmal aufkochen, danach gerade soweit die Temperatur zurück schalten, dass das Saft/Zuckergemisch weiter sprudelnd kocht.
Das Quittengelee 10 Minuten kochen lassen, dabei nicht mehr umrühren.

Da Quitten sehr gut und schnell gelieren, hat das Quittengelee im Allgemeinen nach dieser Zeit den Gelierpunkt erreicht.
Vorsichtshalber eine Gelierprobe vornehmen.

Dazu einen TL vom Quittengelee auf eine kleine Untertasse geben, diese sofort in den Kühlschrank stellen.
Wird dieser Geleetropfen nach etwa 2 Minuten leicht dicklich, kann man das Quittengelee in heiß ausgespülte Gläser einfüllen und wie oben beschrieben weiter behandeln.

Die vollkommene Festigkeit bekommt das quittengelee nach dem völligen Erkalten.


Tipp:

Gießt man bei beiden Zubereitungsarten ein Schnapsgläschen von einem guten Zwetschgenwasser oder Himbeergeist in das heiße Quittengelee, ergibt dies einen sehr feinen Geschmack, was mit dem Quittengeschmack, sehr gut zusammen harmoniert.

Nährwertangaben:

100 g Quittengelee mit Gelierzucker gekocht hat ca. 230 kcal und ca. 0,2 g Fett
100 g Quittengelee mit Zucker gekocht, hat ca. 180 kcal und ca. 0,2 g Fett

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