Apfel - Gelee

Dieses Rezept Apfel – Gelee kann man auf verschiedene Arten zubereiten.
Das Wichtigste, um ein festes, wohlschmeckendes Apfelgelee zu erhalten ist, dass die Äpfel frisch geerntet, vielleicht noch etwas unreif und im Geschmack nicht zu süß sind.
Mürbe Äpfel sind für dieses Rezept nicht geeignet.
Ein Trick ist auch, wenn man wenigstens ein paar sehr feste, noch nicht so sehr ausgereifte Äpfel dazu nimmt.
Sehr gut eignen sich auch etwa 250 g von kleinen wilden Äpfeln zum Mitkochen, welche sehr viel Pektin enthalten.
Die einfachste und schon lange bewährte Methode für den Hausgebrauch ist das Kochen in einem Kochtopf.

Zutaten: für 5 - 7 Gläser

1800 – 2000 g frische Äpfel
Saft von 1 - 2 Zitronen
oder 1-2 Päckchen Zitronensäure
800 – 900 ml kaltes Wasser
1 getrocknete Zimtrinde
500 g Gelierzucker 2 x 1
oder 1000 g Gelierzucker 1x1
1 kochfestes Küchentuch
1 - 2 Rührlöffel
ein passendes Sieb

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Zubereitung:

Dazu die Äpfel in kaltem Wasser waschen, die Stiele und den Fruchtansatz entfernen und die Äpfel samt der Schale und dem Kerngehäuse in grobe Stücke schneiden.
Diese in einen großem Kochtopf geben und mit knapp der Hälfte vom Apfelgewicht mit kaltem Wasser auffüllen, die Zimtrinde hinzu geben.
Die Apfelstücke sollten zumindest auf dem Boden des Topfes gut im Wasser liegen.
Den Kochtopf samt Inhalt einmal aufkochen, anschließend die Äpfel, je nach Härtegrad, etwa 15 – 20 Minuten langsam kochen lassen.
Die Apfelstücke sollten nicht zerfallen, sondern ihre Form beibehalten, dabei die Äpfel nicht umrühren.
In der Zwischenzeit im Küchenschrank nach einem passenden Gefäß zum Abtropfen der Äpfel suchen.
Ein etwas höherer schmaler Kochtopf, oder eine Rührschüssel sind gut dazu geeignet.
Ein sauberes Geschirrtuch (ohne Verwendung von Weichspüler) an beiden Ecken durch jeweils einen Rührlöffel mit einem Loch ziehen, die Stoffecken dazwischen festbinden, damit eine Mulde aus Tuch entsteht.
Oder ein passendes Sieb auf das Gefäß setzen, das Küchentuch darin ausbreiten.
Etwa ein Drittel der weich gekochten Apfelstücke durch das Tuch gießen.
Den aufgefangenen Saft aus dem Gefäß nehmen und in einen frischen Kochtopf umfüllen.
Wiederum die restlichen gekochten Apfelstücke durch den Stoff sieben und gut abtropfen lassen.
Wenn fast der ganze dünne Apfelsaft durchgelaufen ist, kann man zwei Kochlöffel über ein Gefäß legen, das Geschirrtuch mit Apfelinhalt daran festknoten und auf diese Weise langsam abtropfen lassen.
Ganz zuletzt vorsichtig die Äpfel ausdrücken, dabei nicht zu viel drücken, sonst wird der Apfelsaft trübe.
Den auf diese Weise gewonnenen gekochten Apfelsaft ganz auskühlen lassen.
Vor der Zubereitung des Apfelgelees die Menge des entstandenen Apfelsaftes in einem Messbecher abmessen, wobei man für 1000 ml gewonnenen Saft, 500 g Gelierzucker 2 x 1 (das heißt auf 2 Teile Fruchtsaft 1 Teil Gelierzucker), oder bei Verwendung von Gelierzucker 1 x 1,
1000 ml Fruchtsaft auf 1000 g Gelierzucker und Saft von 2 Zitronen rechnet
.
Apfelsaft und Gelierzucker 2 x 1, 1 x 1, im richtigen Verhältnis in einen Kochtopf geben, dabei Zitronensaft oder Zitronensäure (im Supermarkt bei den Backwaren erhältlich) mit unterrühren.
Diese Mischung einmal aufkochen, anschließend bei etwas zurück gedrehter Heizstufe, unter ständigem Umrühren noch etwa 3 – 4 Minuten weiter kochen.
Kurz vor Ende der Kochzeit einen Tropfen Apfel – Gelee auf einen kalten Porzellanteller geben, erstarrt er nach kurzer Zeit, ist das Apfelgelee gerade richtig in der Konsistenz.
Dieses Apfelgelee hat nun durch das Mitkochen der Zimtrinde ein angenehmes, nicht zu starkes Zimtaroma.
Liebt man einen intensiveren Zimtgeschmack, kann man nun vorsichtig 1 – 2 Messerspitzen Zimtpulver unter die heiße Geleemischung unterrühren, oder das Apfelgelee mit Vanille oder für Erwachsene mit etwas Calvados abschmecken.
Das Apfelgelee in zuvor mit heißem Wasser ausgespülte Marmeladengläser einfüllen, den Metalldeckel fest zuschrauben, die Gläser für 10 Minuten auf den Kopf stellen.
Anschließend erst ganz auskühlen lassen und bis zum Verzehr kühl und trocken aufbewahren


Tipp:

Anstatt den Apfelsaftsud für das Gelee im Kochtopf zu kochen, anschließend durch ein Tuch abzuseihen, kann man diesen auch in einem Dampfentsafter zubereiten.
Wobei der aus dem Dampfentsafter gewonnene Saft nicht so klar, sondern eher trüber als beim Kochen im Kochtopf ist. Im Geschmack ist kein Unterschied.
Dieser Saft aus dem Dampfentsafter wird wiederum im Mischungsverhältnis 2 Teile Frucht und ein Teil Gelierzucker 2 x 1 gemischt und zusätzlich noch der Saft von 2 Zitronen hinzu gegeben.
Bei sehr sauren Äpfeln ist es besser, den Saft mit der Sorte Gelierzucker 1 x 1 (Saft und Gelierzucker zu gleichen Teilen) mischen, dabei eventuell noch den Saft einer zweiten Zitrone oder einem zweiten Päckchen Zitronensäure unterrühren.
Das Kochen und Einfüllen des Apfelgelees ist der gleiche Arbeitsvorgang.

Eine dritte, von unseren Großmüttern praktizierte Herstellung von Apfelgelee wäre:
Die Äpfel wie oben beschrieben im Kochtopf kochen, durch ein Tuch oder feines Sieb abseihen.
Der Unterschied bei dieser Zubereitungsart ist, dass nun auf 1000 ml Apfelsaft, der Saft einer Zitrone und 500 g feiner Kristallzucker (Haushaltszucker) beigefügt werden.
Das Ganze wiederum einmal aufkochen, solange unter Rühren weiter kochen, bis sich auf der Oberfläche des Apfelgelees kleine Perlen bilden.
Gelierprobe mit einem Tropfen Apfel – Gelee vornehmen, wenn es noch zu dünn ist, langsam weiter köcheln lassen, dabei ständig umrühren, damit es nicht aus Versehen braun wird, denn dann war alle Mühe umsonst.

Nährwertangaben:

100 g Apfel – Gelee mit Gelierzucker 2 x 1 hat ca. 150 kcal und 0 g Fett

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