Schwäbische Deie

Bei dieser schwäbischen Brotspezialität, welche immer frisch gebacken, in noch gut lauwarmen Zustand verzehrt werden sollte, handelt es sich um einen rustikalen Brotfladen mit einem Zwiebelrahmguss, mit Rauchfleisch und reichlich Schnittlauch bestreut.
Diese Brotspezialität ist in ganz Baden Württemberg, vor allem aber im Schwabenland weit verbreitet.
Wobei es dafür auch, je nach Region verschiedene Namen bekommen hat, so ist in der Stuttgarter Gegend der oder die Deie eher zuhause, in anderen schwäbischen Landstrichen, ist es die Dinette, aber auch der Blooz, Scherkuchen, Wehe, oder oft wird er auch in verschiedenen Stadtbäckereien einfach der Schwäbische Flammkuchen genannt.
Statt der Zwiebeln kann man den Deie auch mit zart angebratenen Lauchringen oder fein geschnittenem Weißkraut mit Kümmel bestreut, belegen.
Statt der einzelnen handlichen Deie, kann man ein großes Backblech mit dem Teig belegen, den Guss aufstreichen und die jeweiligen Auflagen darüber streuen. Nach dem Backen, wie beim schwäbischen Salzkuchen, in viereckige Stücke aufschneiden.

Zutaten: für 6 - 8 Stück

500 g dunkles Weizenmehl Type 1050
Oder helles Weizenmehl Type 405
1 Beutel Trockenhefe (7 g)
oder 20 g frische Hefe
1 TL Zucker, ein paar EL lauwarmes Wasser
1 TL Backpulver
2 gestrichene TL Salz (12 g)
1 EL Öl und 1 TL weiches Schweineschmalz
oder ersatzweise 2 EL Öl
300 ml lauwarmes Wasser
Für den Rahmbelag:
250 - 300 g Saure Sahne (10 % Fett)
Salz
1 Ei
40 g Mehl
1 – 2 mittelgroße Zwiebeln
1 EL Öl zum Anbraten
100 g Schwarzwälder Schinken
Reichlich Schnittlauch

Bild von Schwäbische Deie

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Zubereitung:

Zubereitung:
500 g Mehl, Salz, Backpulver, Trockenhefe in einer Backschüssel vermischen, Öl und Schweineschmalz hinzu geben, oder statt Schweineschmalz 2 EL Öl dafür nehmen.
Bei Verwendung von frischer Hefe, diese etwas zerbröckelt in eine Tasse geben, mit Zucker vermischen und mit ein paar EL lauwarmen Wasser zu einem Hefebrei verrühren, welcher etwa 10 – 15 Minuten in der warmen Küche zum Vorgären stehen bleiben sollten.
Anschließend statt der Trockenhefe zum Mehl geben und zusammen mit lauwarmem Wasser zu einem festen Hefeteig verkneten.
Diesen Teig mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort bis zum doppelten Teigvolumen hochgehen lassen.
Ganz schnell geht dies, wenn man die ganze Schüssel samt Teiginhalt in eine große Plastiktüte steckt, anschließend für 20 Minuten in den auf 50 ° C vor geheizten Backofen stellt.
In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden.
In einer kleinen beschichteten Pfanne in wenig Öl goldgelb anbraten, leicht salzen, danach auskühlen lassen.
250 - 300 g Saure Sahne, mit etwas Salz, 1 Ei, und dem Mehl verrühren, die vor gebratenen, ausgekühlten Zwiebeln untermischen.
Den hochgekommenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche kräftig durchkneten.
Anschließend entweder den Teig auf die Größe eines großen Backblechs aus dem Backofen, oder für zwei runde Kuchenbleche mit einem Durchmesser von 24 cm, mit dem Wellholz ausrollen und einlegen.

Oder den Teig in 6 etwa 115 g schwere (wie auf dem Bild zu sehen) oder in 8 etwa 80 g schwere Teigstücke (Diätwaage), oder nach Wunsch auch noch weniger, aufteilen.
Jedes Teigstück dünn zu einer ovalen etwa 18 cm langen Form, oder einem runden Brotfladen mit dem Wellholz ausrollen.
Auf ein bis zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche, in genügend Abstand zueinander auflegen und auf diese Weise nochmals etwa 15 Minuten hochgehen lassen.
Den Backofen rechtzeitig auf 200 ° C vorheizen.
Die Teigböden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Den Rahmguss gleichmäßig darüber verstreichen.
Mit in schmalen Streifen geschnittenen Schwarzwälder Schinken gleichmäßig belegen.
Zuletzt mit Schnittlauchröllchen bestreuen.
Im auf 200 ° C aufgeheiztem Backofen, in der Mitte der Backröhre stehend, mit Ober/Unterhitze etwa 25 – 30 Minuten backen.


Nährwertangaben:

Bei 6 Stück schwäbischen Deie hat 1 Stück ca. 210 kcal und
ca. 12 g Fett
Bei 8 kleineren schwäbischen Deie, 1 Stück ca. 160 kcal
und ca. 9 g Fett

Verweis zu anderen Rezepten:
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