Schwäbische Flachswickel
Bei diesem Rezept für schwäbische Flachswickel, handelt es sich um ein luftiges Hefegebäck.
Diese Art von Gebäck hat eine lange Tradition und gehört in die Kategorie vom Gebildebrot, genau so wie ein schwäbischer Hefezopf, eine Brezel, eine Mutschel oder eine schwäbische Seele.
Bei diesen Gebäckarten hat die jeweilige Form und Aussehen des Gebäcks eine symbolische Bedeutung und wurde über lange Zeit, ohne Veränderung weiter gegeben.
Die Zubereitung des Teiges ist einfach, das Formen der Flachswickel erfordert etwas Geduld, hat man aber auch schon nach dem Dritten Stück im Griff
Für den Hefeteig:
400 g Mehl Type 405
1 gestrichener TL Salz
25 g Zucker (1 gehäufter EL)
30 g frische Hefe
2 Eier
100 g Butter
Etwa 125 ml Milch 1.5 % Fett
Zum Bestreuen:
Ein paar EL lauwarme Milch
30 – 40 g Hagelzucker
Mehl, Salz und Zucker in einer Backschüssel vermischen.
Frische Hefe in eine Tasse geben, etwas zerdrücken.
1 TL Zucker und etwa 3 EL lauwarme Milch hinzu geben, mit einem TL zu einem Hefebrei verrühren.
Leicht mit 1 TL voll Mehl bestäuben und für 10 – 15 Minuten in der warmen Küche zum Vorgären stehen lassen.
Die Milch gut heiß, nicht kochend, erwärmen, die kalte Butter in Stückchen hinzu geben.
Die Butter schmilzt dadurch etwas und wird weicher und die Milch wird auf lauwarm abgekühlt.
Für die Teigzubereitung nun mit der Hand in das Mehl eine Mulde eindrücken, die gegärte Hefe einfüllen.
Mit den Knethaken vom elektrischen Mixer oder gleich mit einem Rührlöffel von der Mitte aus beginnend, zusammen mit der lauwarmen Milch / Buttermischung einen Hefeteig schlagen, bis er sich von der Schüssel löst.
Eventuell noch ganz wenig Mehl hinzu geben. Anschließend auf der Tischplatte einige Minuten gründlich durchkneten, bis der Teig schön glatt und elastisch ist.
Diesen Teig wieder in die mit Mehl ausgestreute Backschüssel legen.
An einem warmen Ort, mit einem Tuch abgedeckt,
etwa 30 Minuten zum Hochgehen stehen lassen.
Anschließend den Hefeteig auf der Tischplatte, zusammen mit wenig Mehl, nochmals etwas durchkneten.
Den Teig in 12 Stücke teilen. Dies sind pro Teigstück ca. 60 g Teig.
Jedes Teigstückchen zu einer daumendicken, etwa 22 – 24 cm langen Rolle formen. Anschließend jede Teigrolle auf dem Tisch in wenig Mehl wälzen, dies dient dazu, dass später das kunstvolle Schlingen des Gebäcks auch sichtbar bleibt und nicht wieder zu einer einzigen Hefeteigmasse beim Backen zusammen geht.
Zum Formen des Gebäckstückes, die Rolle in der Mitte zu einer Schlinge übereinander legen, dabei die unteren beiden Endstücke etwas in die Länge ziehen und wie bei einer Kordel, ein Teil nach Rechts das andere Ende nach links darüber schlingen.
Jeden geformten Flachswickel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Kuchenblech legen, die innere Rundung des Flachswickels, sowie die ganze Formgebung, nochmals mit den Fingern, auf dem Blech korrigieren. Es empfiehlt sich die Flachswickel auf zwei Kuchenblechen getrennt zu backen, damit das Gebäck nicht zu eng aneinander gelegt werden muss.
Den Backofen auf 180 ° C aufheizen.
Jeden einzelnen Flachswickel mit Hilfe eines Backpinsels mit lauwarmer Milch bestreichen, anschließend jedes Teigstück mit Hagelzucker bestreuen, dabei versuchen, diese leicht in den Teig einzudrücken.
Das so belegte Kuchenblech in die Mitte der heißen Backröhre einschieben, mit Ober/Unterhitze etwa 20 – 22 Minuten, backen.
Die Flachswickel sollten nicht dunkel, sondern schön hell – bis goldgelb, wie etwa flachsblondes Haar, bleiben.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und frisch gebacken genießen.
Dieses Gebäck kann man auch nach dem Auskühlen einfrieren, bei Bedarf nur noch einmal aufbacken. Oder bis zum nächsten Tag in eine Plastiktüte stecken und wiederum kurz aufbacken.
Bei 12 schwäbischen Flachswickeln, hat 1 Stück ca. 220 kcal und ca. 8. 3 g Fett
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